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25. September, 11-17 Uhr

Approximates – Exposure/ Sich ausgesetzt fühlen

Wokshop mit Alice Peragine

Exposure

– the amount of light per unit area
– the disclosure of something secret
– the condition of being unprotected
– the condition of being at risk of financial loss
– the condition of being presented to view or made known

Im technischen Sinne verweist exposure auf die Menge an Licht, die durch einen bildproduzierenden Apparat, etwa eine Kamera, scheint. Sich ausgesetzt, überwacht oder enthüllt wahrzunehmen, sind weitere Bedeutungen des Begriffs, die den eigenen Körper miteinbeziehen und körperlich erfahrbar sind. Unsere Realitäten – körperlich, virtuell, analog und digital – sind ständig miteinander verbunden und nicht unabhängig voneinander vorhanden.
Was bedeutet es, in einer digitalen Welt permant erreichbar zu sein? Sind manche Körper in virtuellen Zusammenhängen mehr ausgesetzt als andere? Welche verschwinden, werden (gänzlich) unsichtbar?
Wie wirken sich bild- und datengenerierende Systeme auf uns und unsere Körper aus? Produzieren sie gar faktische und körperliche Schäden und Gewalt?
Im Workshop werden wir gemeinsam diesen Fragen folgen und uns damit beschäftigen, wie technische Geräte, die unsere Körper umgeben und mit ihnen in Verbindung stehen, es ermöglichen, verschiedene Übertragungen oder Kontaktzonen zu anderen Körpern, Spezies und Objekten herzustellen und mit ihnen zu interagieren.
Wir werden anhand von praktischen Übungen gemeinsam vor die Tür des Kunstvereins in den Stadtraum Hildesheims treten und die Umgebung auf diese Kontaktzonen hin erkunden. Teilnehmer*innen sammeln Audio- und Videomaterial, welches wir anschließend gemeinsam sichten und weiterverarbeiten werden.


Der Workshop findet im Kehrwiederturm (Am Kehrwieder 2, 31134 Hildesheim) und im Außen- sowie Stadtraum statt. Die Räumlichkeiten sind über Kopfsteinpflaster sowie eine Metalltreppe und schmale Wendeltreppen zu erreichen. Es gelten zum Schutz aller Partizipierenden die 3G-Regeln.

Melden Sie sich gerne per E-Mail mit Fragen aller Art. Wir geben gerne weitere Auskunft zur Zugänglichkeit. Der Workshop findet auf Deutsch statt – ins Englische kann bei Bedarf übersetzt werden.

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis zum 23. September an: kuratorischepraxis@kunstverein-hildesheim.de
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Alice Peragines Mixed-Media-Installationen, Performances und Collagen sind ästhetisch-experimentelle Anordnungen. Die einzelnen Elemente nehmen Bezug auf Kontroll- und Sicherheitsmaßnahmen in Relation zum Ausgesetzsein einzelner Körper. Seit 2020/ 21 Vertretung von Professorin Annika Larsson (Orientierung/ Grundlagen) an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg. Ausstellungen (Auswahl): Haus der Kunst München (Performance 2021), Studioraum 45, Kunsthalle Baden-Baden (Einzelausstellung 2020); feldfünf e.V. Berlin (2020); Kunstverein Dresden (Einzelausstellung 2019); Et al., San Francisco (2018); Neues Museum, St. Petersburg (2017). Peragine war Teilnehmerin des Rechercheprojektes Dear Humans an der TU Dresden (2017 – 2019) und Villa Romana Stipendiatin (2020).

Flyer

Die Veranstaltung findet im Rahmen von Körperpolitiken im Ausstellungskontext statt und ist Teil der fortlaufenden Veranstaltungsreihe #kuratorischepraxis.